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Increase your chances with good preparation
Vorstellungsgespräche im 21 Jahrhundert
Die Kommunikationsmittel des 21. Jahrhunderts betonen in besonderer Weise die Fähigkeit zu telefonieren. Wenn Du mit dem Sekretariat sprichst, sei freundlich. Erkundige Dich nach dem Namen Deines Gesprächspartners und benutze ihn in nachfolgenden Gesprächen. „Vielen Dank für Ihre Geduld. Können Sie mir sagen, zu welcher Zeit ich Herrn oder Frau X am besten erreichen kann? Ich versuche es am (Datum) wieder.“ Bisweilen gehen nach 17 Uhr die Vorgesetzten selber ans Telefon, weil das Büropersonal schon nach Hause gegangen ist. Wenn Du eine Mailbox erreichst, dann hinterlass eine kurze Nachricht inklusive Name und Telefonnummer. Auch wenn Du schon zehnmal angerufen hast, bleib weiterhin freundlich. Wenn Du wiederholt nur die Mailbox erreichst, ruf die Zentrale an und frag, ob Du die gesuchte Person im Haus erreichen kannst. Ist sie unterwegs, dann frag, wann sie wieder im Haus erwartet wird.
Eine Strategie für das Vorstellungsgespräch entwickeln
Entwickle eine umfassende Strategie, die auf den Antworten zu den folgenden drei Fragen aufgebaut ist:
1. Was möchtest Du, dass der Interviewer von Dir weiß?
Such zwei bis fünf Punkte aus, die Deine Befähigung für genau diesen Job verdeutlichen. Das können bestimmte Leistungen sein, Charakterzüge (z.B. Begeisterungsfähigkeit), Erfahrungen, die Dich von anderen Bewerbern unterscheiden, die Tatsache, dass Du genau für diese Firma arbeiten willst, usw. Überleg Dir zu jeden Punkt eine konkrete Handlung oder Leistung, um ihn zu verdeutlichen. Sei z.B. darauf vorbereitet, ein Beispiel dafür anzugeben, dass Du fleißig bist. Gibt konkrete Beispiele an, wie Du einer Organisation dabei geholfen hast, Geld zu sparen oder die Kunden besser zu bedienen. Überlege bei jeder Frage während des Vorstellungsgesprächs, ob Du einen Deiner Punkte einbringen kannst. Bring sie am Ende des Gesprächs zur Sprache.
2. Welche Nachteile oder Schwächen solltest Du minimieren?
Sei darauf vorbereitet, dass Du Schwächen darstellen sollst oder offensichtliche Schwächen Deines Lebenslaufs erklären sollst: Alter, Geschlecht, Behinderungen, Mangel an Erfahrung, durchschnittliche Zeugnisse, Lücken im Lebenslauf. Überlege Dir, wie Du damit umgehst, wenn die Sprache darauf kommt.
3. Was musst Du über den Job und die Organisation wissen, um zu entscheiden, ob Du die angebotene Stelle willst oder nicht?
Überleg Dir schon vorher die Kriterien, nach denen Du entscheiden willst (Du kannst die Kriterien immer ändern).
Phasen des Vorstellungsgesprächs
Jedes Interview hat eine Eröffnung und einen Schluss. Bei der Eröffnung (zwei bis fünf Minuten) wird sich ein guter Interviewer darum bemühen, dass Du Dich wohl fühlst. Manche Personalentscheider beginnen das Gespräch mit einfachen Fragen zu Deinem Studienfach oder Deinen Hobbys. Andere erzählen zu Beginn von der Firma oder von dem Job. Wenn dies der Fall ist, dann hör gut zu, damit Du später die Fragen beantworten kannst, um zu zeigen, dass Du für den beschriebenen Job bzw. die Firma geeignet bist. Der Hauptteil des Vorstellungsgesprächs (10 bis 25 Minuten) ist eine sehr kurze Zeit, in der Du Deine Qualifikationen herausstellen musst und die Informationen erhalten musst, um zu entscheiden, ob Du den Job haben willst. Stell Dich auf Fragen ein, die Dir die Möglichkeit geben, Deine Stärken zu präsentieren, sowie Fragen, die Schwächen betreffen, die sich aus Deinen Unterlagen ergeben. (z.B. Im vergangenen Herbst waren Sie weder in der Schule noch in einer Firma. Was haben Sie gemacht?) Normalerweise wird der Interviewer versuchen, einige Punkte und Fragen abzuschließen: „Wir haben noch nicht darüber gesprochen, aber ich möchte, dass Sie wissen, dass ich….“ Oder „Ich weiß, dass es fast halb elf ist, aber ich möchte noch einige Fragen über die Firma stellen…“ Zum Schluss des Gesprächs (zwei bis fünf Minuten) wird Dein Gesprächspartner sagen, wie es weiter geht. „Unsere besten Bewerber kommen im Februar in unser Büro. Sie hören von uns innerhalb der nächsten drei Wochen.“ Ein Personalentscheider berichtet, dass er Bewerbern seine Visitenkarte gibt und ihnen sagt, dass sie ihn anrufen sollen. „Damit teste ich, ob die Bewerber sich wirklich verpflichtet fühlen, wann sie anrufen und ob sie überhaupt anrufen.“ Beende das Gespräch mit einem verbindlichen Statement. Je nach Umständen kannst Du z.B. sagen: „Es hat mich gefreut, mehr über General Electric zu erfahren.“ oder „Ich hoffe, es besteht die Möglichkeit, Ihr Büro kennen zu lernen. Das neue Computersystem, von dem sie gesprochen haben, interessiert mich sehr.“ oder „Dieser Job passt genau auf das, was ich machen möchte und was Sie suchen.“
Antworten auf Standardfragen bei Vorstellungsgesprächen
Im ersten Gespräch wird eher versucht, weniger qualifizierte Bewerber auszusortieren als jemanden zu finden, den man einstellen wird. Negative Informationen sind weniger nachteilig, wenn sie in der Mitte des Gesprächs auftreten und positive Informationen vorangehen und folgen. Wenn Du gegen Ende des Gesprächs eine Frage vermasselst, gehe nicht ohne noch etwas Positives erwähnt zu haben – vielleicht einen der Punkte, die Du dem Interviewer auf jeden Fall sagen willst. Erfolgreiche Bewerber nutzen andere Kommunikationsmuster als erfolglose. Erfolgreiche Bewerber benutzen den Firmennamen während des Gesprächs, unterstreichen ihre Aussagen mit spezifischen Details, und stellen Fragen über die Firma und den entsprechenden Wirtschaftszweig. Übe also nicht nur den Inhalt von Antworten, sondern versuche, diese Taktik anzuwenden. Die folgenden Fragen werden bei Vorstellungsgesprächen häufig gestellt. Mach Dir dazu ein paar Gedanken vor dem Gespräch, so dass Du auf informative und ehrliche Weise antworten kannst und ein lebhaftes Bild von der Dir vermitteln kannst. Wähle Antworten aus, die Deinen Qualifikationen und Deiner Interviewstrategie entsprechen.
- Erzählen Sie etwas über sich selbst.
Beginne nicht mit einer Autobiographie, sondern erzähle die Punkte, die für den Interviewer wichtig sind. Gib Beispiele, um jede Deine Stärken zu unterstreichen.
- Warum glauben Sie, dass sie für den Job in unserer Firma geeignet sind? Oder: Ich führe 120 Vorstellungsgespräche für zwei Stellen. Warum sollte ich Sie einstellen?
Diese Frage scheint wie ein Angriff. Nutze sie als Gelegenheit, Deine Stärken herauszustellen: Deine Qualifikation für den Job oder Punkte, die Dich von anderen Bewerbern unterscheiden.
- Welche zwei oder drei Leistungen haben Ihnen bisher die größte Befriedigung vermittelt?
Wähle Leistungen aus, auf die Du stolz bist, die das Bild vermitteln, das Du zeigen willst und die gleichzeitig einen Punkt verdeutlichen, die der Interviewer von Dir wissen sollte. Konzentrier Dich weniger auf das Endergebnis sondern eher auf die Problemlösung und die gedanklichen Fähigkeiten, die diese Leistung möglich machten.
- Warum möchten Sie für uns arbeiten? Was ist für Sie der ideale Job?
Auch wenn Du nur aus Übungszwecken das Vorstellungsgesprächen machst, solltest Du sicher stellen, dass Du eine gute Antwort parat hast – am besten zwei oder drei Gründe, warum Du für die Firma arbeiten möchtest. Wenn Du das Vorstellungsgespräch nicht ernst nimmst, wird es auch der Interviewer nicht ernst nehmen, und Du wirst noch nicht einmal richtig üben können. Wenn Dein idealer Job sich sehr von dem unterscheidet, was die Firma anbieten kann, wird der Interviewer einfach sagen, dass es nichts Passendes gibt und das Gespräch beenden. Wenn Du an der Firma interessiert bist, erkundige Dich vorher, damit Du Dich um etwas bewirbst, was in der Firma wirklich angeboten wird.
- Welche Studienfächer haben Sie am liebsten oder am wenigsten gemocht? Warum?
Diese Frage kann als Eisbrecher eingesetzt werden: sie ist geeignet, um den Bewerber zu beschreiben, den sie suchen. Wenn Dein Lieblingskurs außerhalb Deines Hauptfachs lag, dann bereite eine Antwort vor, die die Qualitäten herausstellt, die für den Job wichtig sind, für den Du Dich bewirbst. „Mein Lieblingskurs war ein Seminar über die Amerikanische Novelle. Wir hatten die Möglichkeit, uns unsere eigenen Gedanken zu machen, anstatt nur Fakten wiederzukäuen. Wir machten jede Woche Präsentationen vor dem Kurs. Ich fand heraus, dass es mir Spaß macht, meine Gedanken anderen Menschen mitzuteilen und Gründe für meine Schlussfolgerungen zu präsentieren.“
- Wie sind Ihre Studienleistungen? Ihre Noten? Warum sind die Noten so schlecht?
Wenn Deine Noten nicht so toll sind, dann erkläre es, ohne zu defensiv zu sein. Zeig entweder, dass die Ursache für die schlechten Noten inzwischen beseitigt ist oder dass die Noten nicht für den Job relevant sind: „ Als ich mit dem Studium begann, hatte ich noch keine klaren Ziele. Als ich erkannte, welche Bereiche für mich die richtigen waren, haben sich auch meine Noten gebessert.“ oder „Ich bin nicht gut in Multiple-Choice-Tests. Aber Sie brauchen jemanden, der gut mit Menschen arbeiten kann und niemanden, der gut in Tests ist.“
- Was haben Sie zuletzt gelesen? Welchen Film haben Sie zuletzt gesehen?
Solche Fragen können das Eis brechen. Sie sind dazu geeignet, Dein intellektuelles Interesse zu prüfen. Zum Zeitpunkt des Vorstellungsgesprächs solltest Du zumindest ein Buch oder eine Zeitschrift (regelmäßig) gelesen und einen Film gesehen haben, über den Du während des Vorstellungsgesprächs diskutieren kannst.
- Zeigen Sie mir einige Beispiele Ihres Schreibens.
Viele Stellen setzen die Fähigkeit, gut zu schreiben, voraus. Arbeitgeber setzen Englischkenntnisse nicht mehr automatisch voraus, selbst wenn der Bewerber einen Abschluss einer angesehenen Universität hat. Wenn Du ein Vorstellungsgespräch hast, schau in alte Unterlagen und such die besten schriftlichen Arbeiten heraus. Nötigenfalls tipp sie nochmals ab, damit Du Beispiele vorweisen kannst, wenn Du danach gefragt wirst. Wenn Du beim Vorstellungsgespräch keine Beispiele vorweisen kannst, mail sie dem Interviewer sofort nach dem Vorstellungsgespräch.
- Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Arbeitgeber stellen diese Frage, um herauszufinden, ob Du aktiv an Deinem Berufsweg arbeitest oder ob Du passiv auf das reagierst, was passiert. Du kannst verschiedene Szenarien bereithalten, die Du für unterschiedliche Vorstellungsgespräche nutzt. Oder Du sagst einfach: „Nun, meine Ziele können sich ändern, wenn sich neue Möglichkeiten ergeben. Momentan möchte ich…..“
- Welche Hobbies haben Sie? Bei welchen Studienaktivitäten oder lokalen Aktivitäten haben Sie sich engagiert?
Auch wenn man rundum interessiert sein sollte, wäre es ein Fehler, an dieser Stelle zehn Interessen aufzuführen: der Gesprächspartner könnte sich fragen, wann Du noch Zeit zu arbeiten hast. Wenn Du als Antwort auf diese Frage Deine Verlobte, den Gatten oder die Kinder erwähnst („Meine Verlobte und ich gehen gerne segeln.“), ist es absolut legitim für den Personalentscheider, Nachfolgefragen zu stellen („Was würden Sie tun, wenn Ihre Verlobte einen Arbeitsplatz in einer anderen Stadt bekommt?“), selbst wenn es illegal wäre, eine solche Frage als erstes zu stellen.
- Was wissen Sie bereits über unsere Firma?
Ein Arbeitgeber wird diese Frage stellen, um zu sehen, welche Informationen Du schon hast (wenn Du die entsprechende Literatur zur Kenntnis genommen hast, muss der Personalentscheider sie nicht wiederholen). Diese Frage zeigt auch, wie aktiv Du bei der Jobsuche bist und wie sehr Du daran interessiert bist.
- Wie würden Sie sich beschreiben?
Benutze nur positive Aussagen und unterstreiche sie gegebenenfalls mit Beispielen dessen, was Du bisher getan hast.
- Was ist Ihre größte Stärke?
Ein Arbeitgeber wird eine solche Frage stellen, um Dir eine Möglichkeit zu geben, Dich gut zu verkaufen, und um etwas über Deine Wertvorstellungen zu erfahren. Wähle eine Stärke aus, die mit der Arbeit, dem Studium oder Hobbys zu tun hat: „Ich kann gut mit Menschen arbeiten.“, „Ich lerne schnell.“, „Ich bin zuverlässig. Wenn ich etwas verspreche, dann halte ich es auch.“ Eventuell musst Du Deine Aussagen mit persönlichen Beispielen erläutern.
- Was ist Ihre größte Schwäche?
Selbst wenn Du eine persönliche Schwäche als die größte empfindest, nenne hier eine, die mit der Arbeit in Verbindung steht. Dein Gesprächspartner wird nicht als „Schwäche“ durchgehen lassen, dass Du ein workaholic bist oder noch nicht genug Berufserfahrung hast. Nutze anstatt dessen die folgenden drei Strategien: a) Nenn eine Schwäche, dich nicht mit dem Job in Verbindung steht, für den Du Dich bewirbst und Deinen Aufstiegsmöglichkeiten nicht im Weg steht. (Selbst wenn Du anfangs nicht mit Menschen arbeitest oder keine Reden halten musst, brauchst Du solche Fähigkeiten später im Job. Also nenne solche Schwächen nicht an dieser Stelle.) Beende Deine Antwort mit etwas Positivem, was mit der Arbeit in Verbindung steht. b) Nenn eine Schwäche, die Du derzeit verbesserst. c) Nenn nur eine Schwäche, die mit dem Arbeitsleben zu tun hat.
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